Thelema

Thelema ist die Freiheit des Willens, der Liebe und des Lebens.
Jeder Thelemit hat das Recht, seinen Willen zu tun, zu lieben, wie er will und sein Leben zu gestalten wie er will.
Dieses Recht darf ihm nicht genommen werden.

Thelema ist die Freiheit der Liebe, der Religion, der Kunst, des Denkens und der Rede.
Kein Mensch darf wegen der Art, wie er liebt, glaubt, erschafft, denkt oder redet benachteiligt werden,
sofern er nicht den Willen eines anderen Menschen einschränkt oder unterdrückt.
Der Thelemit achtet die Meinung und den Glauben des Anderen.

Thelema ist Freiheit und Verantwortung im Handeln.
Die Freiheit des Einen ist auch die Freiheit des Anderen.
Der Thelemit, der seinem Willen folgt, beachtet, daß er ein Stern unter Sternen ist.
Er handelt verantwortungsbewußt und steht für sein Tun ein.

Thelema ist die Freiheit der Arbeit, des Handels und der Produktivität.
Niemand hat das Recht, einem anderen vorzuschreiben, wie und wo er arbeitet, wie und was er handelt, wie und was er herstellt.
Wirtschaft muß allein durch Angebot und Nachfrage geregelt werden.

Thelema ist die Freiheit des Eigentums.
Jeder Thelemit kann Güter anhäufen nach Art und Umfang, wie es seinem Willen entspricht,
so er nicht den Willen eines Anderen dadurch einschränkt oder unterdrückt.
Niemand hat das Recht, dem Thelemiten sein Eigentum gegen seinen Willen wegzunehmen.

Thelema ist die Freiheit des Mitgefühls.
Der Thelemit ist frei von der Last des Mitleids, er erkennt die Eigenverantwortung des Individuums.
Der Thelemit ist jedoch nicht ohne Mitgefühl für seine Mitmenschen, denn er ist ein liebendes Wesen.

Thelema ist die Freiheit in der Wahl der Mittel.
Der Thelemit hat das Recht, ihm widerfahrendes Unrecht mit dem Mittel seiner Wahl zu vergelten.
Er darf sich gegen die Einschränkung oder Unterdrückung seines Willens mit jedem Mittel verteidigen.
Der Thelemit hat die Pflicht, dabei das Gesetz von Thelema zu beachten und er trägt die Konsequenz seines Handelns vollumfänglich.

Thelema ist undogmatisch, flexibel und individuell.
Es gibt keinen religiösen Codex, keine allgültige Definition und keine absolute Wahrheit zu Thelema.
Der Wille des Menschen ist absolut individuell, wie sein Fingerabdruck.
Und so sollte Thelema auch verstanden sein: als "geistiger Fingerabdruck".
Jeder Mensch hat sein eigenes, persönliches Thelema.

Thelema ist aus jeder Lage heraus realisierbar.
Es gibt keine Grundvoraussetzungen, Bedingungen oder Mindestanforderungen, um Thelema realisieren zu können.
Der einfachste Geist und der komplexeste Intellekt sind gleichermaßen in der Lage, Thelema zu realisieren.

Thelema ist Glaube und Erkenntnis gleichermaßen.
Thelema bietet Raum für alle Religionen, Philosophien, Weltanschauungen und Denkmuster.
Alle diese sind gleichberechtigt, so sie sich nicht selbst ad absurdum führen.
Für den Thelemiten sind religiöse oder philosophische Schulen lediglich Kleider, die sein Wille anlegt, um sich nach außen zu verwirklichen.

Thelema ist die Ekstase und Freude des Lebens, über den Tod hinaus.
Der reine Wille zur Existenz ermöglicht es dem Thelemiten, sich in seiner Ganzheit vollständig wahrzunehmen.
Das ermöglicht es dem Thelemiten, ein Bewußtsein zu entwickeln, das fähig ist, über den Tod des Körpers hinaus in der Zeit zu existieren.
Ein Thelemit kann nach dem physischen Tod vergehen, er muß es aber nicht.


´93 im Netz
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Im Liber Legis hat sich der 93Current der Menschheit offenbart und die Erkenntnisse, die der interessierte Leser aus dem Studium der 220 Verse gewinnen kann, sind durchaus geeignet, für das Individuum den Weg in ein vom freien Willen bestimmtes Leben zu ebnen. Das Liber Legis selbst ist kein Moralcodex, nicht ohne Grund weist Crowley im Kommentar darauf hin, daß es nützlich sei, das Buch "nach dem ersten Lesen zu verbrennen", sprich: es nicht zum Gegenstand permanenter Betrachtung zu machen. Dies ist ein wichtiger Hinweis darauf, daß Thelema eben kein typisch religiöses System ist, welches sich strikt an einem Grundsatzcodex orientiert.

Vielmehr ist Thelema eine persönliche Ethik, die sich am Menschen und aus ihm heraus entwickelt. Das ist ein frappierender Unterschied zu den eher statischen Religionsgebilden des Osiris Äons, welche die gnostische Erkenntnis mehr "von außen" an den Gläubigen herantragen. Der 93Current kehrt dieses Verhältnis quasi um, der Mensch initiiert sich in Thelema gewissermaßen selbst, "erarbeitet" sich so die Erkenntnis der eigenen Göttlichkeit und schuldet keinem Priester Dank dafür. Während altäonische Strukturen vorwiegend mit "Verbietern" arbeiten (Du darfst nicht...Du sollst nicht...), ist der Mensch im 93Current hauptsächlich mit "Erlaubern" konfrontiert (Du sollst... Du darfst...Du kannst), die ihn zu aktivem Handeln veranlassen, statt ihn in eine ergebene Agonie fallen zu lassen. Thelema braucht keine Kirchen, keine Tempel und Paläste, es bedarf keiner Priesterkaste und keiner allgemeingültigen und alleinseligmachenden Interpretation. Jede thelemitische Wahrheit ist grundsätzlich die Wahrheit des erlebenden Individuums. Thelema ist eine Ethik der Verantwortungsübernahme, der Mensch entscheidet selbst, was richtig und was falsch ist. Kein Gott, kein höheres Wesen irgendeiner Art, kein Teufel und kein Dämon bestimmt das Schicksal, sondern einzig der Mensch selbst entscheidet willentlich über die eigene Zukunft.Thelema fordert auf, Verantwortung für das eigene Handeln nicht an andere abzugeben, sondern sie stolz und liebevoll selbst zu übernehmen.

Thelema ist Freiheit. Die Freiheit des Menschen, seinen Willen zu erfüllen. Die Freiheit des Einen ist auch immer die Freiheit des Anderen, und so ist es nicht nur die Pflicht jedes Thelemiten, seinen Willen zu tun, sondern auch den Willen des jeweils anderen zu respektieren. Thelemiten sind also keine rücksichtslosen Egomanen, sondern freie, selbstbestimmte und mitfühlende Wesen.

Wer Thelema für sich selbst realisiert hat, der öffnet öffnet damit für sich die Tore zu seiner eigenen Kreativität, er kann es sich erlauben, mit seiner Situation zufrieden zu sein, und er darf sich ohne Scham selbst verwirklichen. Der Thelemit befreit sich nach und nach von allen Fremdkonditionierungen und "programmiert" sich selbst. Wenn dies vollbracht ist, braucht der Mensch keine Götter mehr um Beistand anzuflehen, denn er ist selbst der Schöpfer seines Universums geworden. Gleichwohl ist es Thelemiten nicht untersagt, sich einer Religionsgemeinschaft oder speziellen Weltanschauung anzuschließen, nur tut er dies eben dann in Liebe unter Willen und nicht aus einer Konditionierung heraus. Für den Thelemiten stehen alle Türen offen, er allein entscheidet, welche Tür er durchschreitet.


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